Lernmanagement-Systeme - Trends und Entwicklungen

Der Einsatz von E-Learning in der Mitarbeiterschulung wird in Unternehmen immer beliebter. Sogenannte Lernmanagement-Systeme werden zunehmend genutzt, um der Belegschaft automatisiert Informationen online zugänglich zu machen. Aber nicht nur die Beliebtheit, sondern auch die Notwendigkeit wird immer deutlicher.

Wo früher Präsenzschulungen, die häufig den Betriebsablauf störten und mit erheblichen Kosten verbunden waren, durchgeführt wurden, setzt man heute verstärkt auf E-Learning. Dies lässt sich besser in die Abläufe des Betriebs integrieren und sorgt für deutlich mehr Flexibilität. Die Entwicklungen und Trends im Bereich der Online-Informationsvermittlung bewegen sich ganz klar hin zu mehr Individualisierung des Lernprozesses.

 

Aktuelle Trends bei Lernmanagement-Systemen

Mehr Individualität, mobiles Lernen und die Kombination von E-Learning mit Präsenzschulung sind Richtungen, auf die bei der Nutzung von Lernmanagement-Systemen immer mehr Wert gelegt wird. Wie werden die Lernplattformen diesem Anspruch gerecht?

    • Individualität durch adaptives Lernen
      Die technischen Möglichkeiten machen es immer einfacher, Lernsysteme individuell anzupassen. Nutzer von Lernsystemen können inzwischen selbst wählen, in welcher Form sie die angebotenen Informationen konsumieren möchten. Je nach Präferenz des Lernenden liegen Lerninhalte in Textform, illustriert mit Bildern, in Videoform oder als Simulationen vor. Dementsprechend kann der Nutzer die Vermittlungsform wählen, die seinem Lerntyp entspricht und so seinen Lernerfolg steigern.
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    • Mobiles Lernen
      Die flächendeckende Nutzung von mobilen Geräten steigert auch den Bedarf und Anspruch in Lernprozessen, hier von mehr Mobilität zu profitieren. Die technischen Voraussetzungen sind mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones bereits erfüllt. Damit wird es für Lernende möglich, jederzeit und überall flexibel an Fort- oder Weiterbildungen teilzunehmen.
      Andererseits entwickelt sich mobiles Lernen, also “Lernen unterwegs”, immer mehr zu einem “Lernen zwischendrin”. Das bedeutet, Vermittlungsprozesse müssen sich dem Anspruch anpassen, für das Lernen zeitliche Lücken nutzen zu können und nicht extra Zeit dafür einplanen zu müssen. Bezüglich des inhaltlichen Umfangs von Lernmodulen geht der Trend daher zu sogenannten Microlearning-Einheiten, also mehreren kurzen Lerneinheiten von einer zeitlichen Dauer von lediglich 5 bis 10 Minuten.

    • Blended Learning
      Als Blended Learning bezeichnet man die Vermittlung von Lerninhalten in einer Kombination aus Online-Schulung und Präsenzunterricht. Eine solche Schulungsform kommt beispielsweise dann zum Einsatz, wenn zuerst theoretisches Hintergrundwissen vermittelt und dann das Gelernte praktisch angewandt werden soll.

    • Augmented Learning
      Sogenannte “Wearables” (das sind in Alltagsgegenstände eingebettete Systeme, die zumeist am Körper getragen werden und noch kleiner sind als Mobiltelefone) etablieren sich zunehmend für die Nutzung im Alltag der Bevölkerung. Google Glasses oder die Smartwatch von Apple sind Beispiele für solche Produkte. Hier finden Betreiber von Lernmanagement-Systemen optimale technische Voraussetzungen, um diese Systeme zur Vermittlung von Informationen mit zu nutzen. Mit der Apple Watch kann so beispielsweise zeitlich und örtlich unabhängig ein Vokabeltrainer aufgerufen oder ein Überblick über die persönlich zugewiesenen Lerneinheiten durch Google Glasses abgebildet werden. Diese Hilfsmittel steigern die Mobilität im Lernprozess um ein Vielfaches.
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  • Gamification
    Spielerisches Lernen ist nachgewiesenermaßen die effizienteste Methode, um Lerninhalte nachhaltig zu vermitteln. Das gilt nicht nur für die Beschulung von Kindern. Auch bei Erwachsenen erzielt angewandte Gamification im Lernprozess deutlich schnellere und nachhaltigere Erfolge. Die Abwechslung der Darstellungsformen und eine visuelle Gestaltung tragen ihr Übriges dazu bei. Bei Fort- und Weiterbildungen können Gamification-Elemente beispielsweise durch kleine Wissensquizze realisiert werden, die den Lernprozess unterstützen und die gelernten Inhalte festigen. Außerdem können solche Wissenstests gleichzeitig zur Überprüfung des bis dahin Erlernten genutzt werden.

Die beschriebenen Trends, die sich bei der Nutzung von Lernmanagement-Systemen abzeichnen, machen die Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern individueller, zeitsparender und interessanter. Außerdem ermöglichen sie eine transparente Dokumentation von Schulungen und eine standardisierte Überprüfung des Lernerfolgs der Mitarbeiter. Damit sparen Unternehmen in der Mitarbeiterschulung nicht nur viel Zeit, sondern auch Kosten in erheblichem Maße. Störungen des Arbeitsablaufs und die aufwändige Organisation entsprechender Kursräume und Dozenten entfallen nahezu vollständig.

 

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